Etwas verspätet, aber hier kommt er endlich:
Die Leipziger Buchmesse 2025 war super! Und ich bin heilfroh, dass wir schon am Freitag und nicht erst am Samstag dort waren. Manche von euch haben es sicher schon über die Nachrichten erfahren: Die Tickets waren bereits Tage vorher ausverkauft, es gab keine freien Parkplätze mehr und die Besucher mussten teilweise zwei Stunden warten, bevor sie überhaupt reingekommen sind. Wir mussten zwar auch zu Beginn einen Moment am Eingang warten (allerdings waren wir auch schon vor der Öffnungszeit für Besucher da) und am Ende standen wir sogar eine Stunde auf dem Parkplatz, bevor wir hinausfahren konnten, aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was die Messebesucher am Samstag mitmachen mussten!

„Wir“ heißt übrigens: Rechts seht ihr Matze, unten in der Mitte ist Sarah, hinter ihr steht Felix und auf der linken Seite bin ich. Dieses Foto ist wenige Minuten, nachdem wir das Gebäude betreten haben, entstanden. Da waren wir gerade auf dem Weg zu der Abteilung mit den Kinderbüchern. Wie man sieht, war es zu dem Zeitpunkt in der Halle noch schön leer.
Sarah hat sich dort nach ansprechenden Kinderbüchern umgeschaut. Sie arbeitet als Erzieherin in einer Kita und kennt sich daher gut damit aus. Ich selbst habe mich von den ausgestellten Werken inspirieren lassen und auch bei zwei Verlagen nachgefragt, ob sie Interesse an meinem Kinderbuch hätten. Leider konnte ich es nicht unter die Leute bringen, aber das ist schon okay.
Nachdem wir eine Weile zwischen Ständen von Kleinverlagen, Selfpublishern und Papierwaren hindurchgeschlendert sind, haben wir uns aufgeteilt. Während Sarah und Matze zur Manga-Comic-Con gegangen sind, haben Felix und ich uns in einen Vortrag von einem Lehrer gesetzt, der mithilfe von ChatGPT Aufgabenblätter erstellt hat. Da ich das ganze vergangene Jahr mit dieser LLM gearbeitet habe, war ich jetzt nicht so beeindruckt davon, aber es war spannend, die Faszination der Lehrkräfte aus dem Publikum zu beobachten, für die das offenbar noch alles ziemlich neu und aufregend war.
Später habe ich dann noch den Stand des Hybrid Verlags und der Münchner Schreiberlinge besucht, die ich erst letztes Jahr auf der LBM kennengelernt habe. Außerdem bin ich auf den Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. gestoßen, die sich (wie der Name schon sagt) für junge AutorInnen einsetzen. Dazu gehören Seminare, Messebesuche, juristische Beratungen, ein Mitgliedermagazin und regelmäßig stattfindende Autorentreffen in deutschen Städten (für München gibt es sogar zwei Gruppen). Wenn ich so weitermache, kenne ich in ein paar Jahren alle Schreibvereine in München!
Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn es stellenweise recht voll war. Eine Bekannte meinte mal, es würde sich nicht mehr rentieren, Bücher zu schreiben, weil eh niemand mehr lesen würde, sondern jeder nur noch seine Zeit auf Tiktok und Co verbringt. Bei den vielen Menschen, die auf der Messe unterwegs waren, fällt es mir wirklich schwer, das zu glauben.